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Pressemitteilung vom 26. Juni 2018 aus Oberes Örtzetal, Otersen (Kirchlinteln) und Oerel (Geestequelle)

Erfahrungsaustausch zum Thema attraktive Dorfmitten des Oberen Örtzetals mit den Dörfern Otersen und Oerel

Wie kann die Nahversorgung im ländlichen Raum aufrechterhalten werden? Wie werden Dorfmitten zum lebendigen Treffpunkt für Jung und Alt?

Teilnehmende der Exkursion zum Thema Innenentwicklung
Teilnehmende der Exkursion zum Thema Innenentwicklung
Foto: KoRiS

Als Motor und Steuerungsgremium des LEADER-Prozesses möchte die Lokale Aktionsgruppe (LAG) das Thema Innenentwicklung in der Region weiter fokussieren. Dazu begaben sich die LAG-Mitglieder gemeinsam mit Akteuren der Dorfregion Bierde bis Wittlohe Anfang Juni 2018 auf eine thematische Exkursion und besuchten gute Beispiele aus der Praxis.

Erstes Exkursionsziel war der Dorfladen Otersen „von Bürgern für Bürgern“. Er liegt in der Nähe von Verden (Aller) und ist Teil der Dorfregion Bierde bis Wittlohe. Elke Deden, Aufsichtsrätin des wirtschaftlichen Vereins Dorfladen Otersen, berichtete von der Entstehungsgeschichte.

Die Besonderheit: Der Dorfladen wird seit 2000 von engagierten Bürgern konzeptioniert, finanziert, umgesetzt, betrieben und stetig weiterentwickelt. Von den Erfolgen und Fehlschlägen kann die LAG Oberes Örtzetal lernen, denn derzeit entsteht in der LEADER-Region Oberes Örtzetal ebenfalls mit Unterstützung der Bürger der Dorfladen „Tante Hanna“ in Müden (Örtze). Mit neuen Erkenntnissen und regionalen Produkten aus dem Dorfladen Otersen im Gepäck machten sich die Teilnehmenden auf den Weg nach Oerel.

Die Gemeinde Oerel ist Teil der Samtgemeinde Geestequelle und liegt östlich von Bremerhaven. Stephan Meyer, Samtgemeindebürgermeister, und Marco Noetzelmann, Gemeindebürgermeister, gaben bei einem Spaziergang Einblicke in die sehr aktive Dorfentwicklung Oerels der letzten Jahre. In Zusammenarbeit von Einwohnern, Verwaltung und Politik wurden zahlreiche Einrichtungen entlang der zentral gelegenen Bohlenstraße geschaffen oder erhalten. Dort finden sich heute die Kindertagesstätte, Einkaufsmöglichkeiten, das Verwaltungsgebäude, eine Gaststätte, eine Tagespflege für Senioren sowie Mehrgenerationenwohnen.

Besonderes Augenmerk fiel auf die ehemals leerstehende Gaststätte Koopmannhof – durch engagierten Einsatz ist hier ein Mehrgenerationenhaus entstanden. Ramona Riggers, Leiterin des Mehrgenerationenhauses, erläuterte das umfangreiche Veranstaltungsangebot des Koopmannhofs, zugeschnitten auf die Bedarfe von Jung und Alt trifft es auf sehr große Resonanz.

Bei Kaffee, Kuchen und interessanten Gesprächen klang die Exkursion im Koopmannhof aus. Das Fazit der 16 Teilnehmenden aus Oerel, Otersen und dem Oberen Örtzetal: Der gemeinsame Austausch wirkte befruchtend auf die (Weiter-)Entwicklung von Projektideen in den jeweiligen Regionen. Um weiterhin voneinander zu lernen und sich gegenseitig für die Entwicklung attraktiver Dorfmitten zu inspirieren, möchten die Akteure auch in Zukunft in Kontakt bleiben.

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